Diaspora
und Care

Exil, Fürsorge und postmigrantische Demokratie.

Projekt

Projektleitung

Olga Shparaga

Diasporische Gemeinschaften werden aus einer postmigrantischen und feministischen Perspektive untersucht. Im Mittelpunkt steht die These, dass Diaspora nicht allein durch Herkunft, Erinnerung oder die Beziehung zu einer Heimat bestimmt wird, sondern als Gemeinschaft der Fürsorge verstanden werden kann. Untersucht werden Beziehungen der Solidarität, Verantwortung und wechselseitigen Abhängigkeit, die nationale Grenzen ebenso überschreiten wie die Trennung von privater Sorge und öffentlicher Politik. Das Projekt verbindet relationale politische Phänomenologie, feministische Care-Theorie und qualitative Soziologie. Am Beispiel der belarussischen Diaspora fragt es, wie Erfahrungen von Exil, Gewalt und Verletzlichkeit in transnationale Sorgepraktiken eingehen und welchen Beitrag solche Praktiken zu einer postmigrantischen Demokratie leisten können.

Status

In Vorbereitung: Kurzthese, aktuelle Teilprojekte, zugeordnete Publikationen, zugehörige Events und dauerhafte URL.