Demokratischer
Streit
Streit, Öffentlichkeit und demokratische Transformation.
Projekt
Projektleitung
Steffen Herrmann
Demokratische Gesellschaften streiten nicht nur über öffentliche Angelegenheiten, sondern auch darüber, wer zum Demos zählt, wie politische Macht eingerichtet sein soll und wie sich politische Meinungen bilden. Das Projekt rekonstruiert solche tiefen Meinungsverschiedenheiten ausgehend von gelebter Erfahrung und untersucht die Praktiken, in denen sie öffentlich ausgetragen werden. Auf der Grundlage der Monografie Demokratischer Streit wird dieser Ansatz gegenwärtig durch den Begriff des politischen Feldes erweitert: Gefragt wird, wie historisch sedimentierte Institutionen, materielle Ordnungen und Machtverhältnisse strukturieren, was sichtbar wird und welche Handlungen möglich erscheinen. Im Zentrum stehen demokratische Urteilskraft, öffentlicher Protest und ziviler Ungehorsam sowie die Frage, welche Formen des Streits demokratische Transformation eröffnen und welche bestehende Ausschlüsse verfestigen.
Status
In Vorbereitung: Kurzthese, aktuelle Teilprojekte, zugeordnete Publikationen, zugehörige Events und dauerhafte URL.